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Im
September fanden im oberbayerischen Zuchtgebiet die
traditionellen Fohlenmärkte statt, mit vier Terminen bilden
diese den wesentlichen Bestandteil der Fohlenvermarktung im
Kaltblutbereich. Den oberbayerischen Haflingerzüchtern
bieten sich mit den Auktionsorten Traunstein und Miesbach
zwei regionale Vermarktungsoptionen.
Petrus beschert Rottenbuch neuen Besucherrekord
Strahlendes Spätsommerwetter lockte am 8. September
Tausende von Zuschauern auf die Rottenbucher Fohlenwiese:
Etwa 7000 Urlauber, Rossnarrische und Kaufinteressenten
konnte Florian Schelle, 1. Vorsitzender des
Pferdezuchtverbandes Oberbayern e.V., bei seiner Eröffnungsansprache
begrüßen – die immensen Besucherzahlen der vergangenen
Jahren wurden damit noch einmal um einiges übertroffen.
Mit 134 im Katalog aufgeführten und 112 aufgetriebenen
Fohlen standen in diesem Jahr rund 20 Fohlen mehr zum
Verkauf als 2008. Aufgrund der guten Nachfrage – neben den
vielen bayerischen Käufern, waren auch zahlreiche
Interessenten aus Baden- Württemberg, dem Saarland und aus
Hessen angereist - konnte das Preisniveau bei den
Hengstfohlen – diese machten immerhin 2/3 des diesjährigen
Lots aus – in etwa gehalten werden. Bei den Stutfohlen war
sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die Preisspitze
stellte in diesem Jahr mit einem Stutfohlen seines Hengstes
Schachen Klement Kölbl aus Forst, das Fohlen wurde für €
2.300,-- zugeschlagen. Eine Romanoff/Vasco-Tochter aus der
Zucht von Andreas Lory, Schöffau, erzielte € 2.050,--,
teuerstes Hengstfohlen des Rottenbucher Marktes war mit €
1.250,-- ebenfalls ein Schachen-Nachkomme (Züchter: ZG
Anastasia u. August Schwaller, Böbing).
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Gute
Nachfrage auch beim Miesbacher Kaltblutmarkt
Ein seit Jahren nicht mehr dagewesenes Ergebnis erzielte
der Miesbacher Kaltblutmarkt am 11. September. Besonders
gefragt waren die Stutfohlen, mit im Schnitt rund €
1.000,-- waren die Preise hier so hoch wie lange nicht mehr.
Was besonders erfreulich ist: Von den 17 aufgetriebenen
Stuten konnten alleine sieben für € 1.000,-- bis 2.050,--
zugeschlagen werden. Den Spitzenpreis erzielte eine Tochter
des Hengstes Samuel aus der Zucht von Georg Gilg, Rosenheim.
Auch bei den Hengsten war das Kaufinteresse rege. Viele
Fohlen wurden von privaten Käufern nachgefragt und auch
einige interessante Hengstanwärter fanden einen
Aufzuchtplatz: Mit € 1.700,-- bestbezahltes Hengstfohlen
des Miesbacher Fohlenmarktes war ein Fohlen von Veritas, der
Dunkelfuchs wurde bei Josef Bachmair, Rottach-Egern,
gezogen. € 1.500,-- war Johann Glonecker, Feichten, ein
ebenfalls mit der Rosette ausgezeichneter Sohn des Hengstes
Simmerl aus der Zucht von Klaus Vrech, Fischbachau, wert. Im
Schnitt wurden für ein Hengstfohlen € 713,-- geboten,
damit konnte das Vorjahresergebnis um 10% getoppt werden.
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Preisspitze
2009 kommt aus Traunstein
Der Traunsteiner Fohlenmarkt stellte heuer wieder den
Auftakt der oberbayerischen Fohlenauktionen dar. Highlight
im Kaltblutbereich war in diesem Jahr ein Stutfohlen aus der
Zucht von Josef Hobmaier aus Traunstein. Sie erzielte einen
Zuschlagspreis von € 2.600,-- und war damit
bestbezahltestes Fohlen der diesjährigen Kaltblutauktionen.
Die Vanstein-Tochter wechselt in den Besitz der Scholz GbR,
Marktoberdorf. Da sich über die letzten Jahre deutlich
herauskristallisiert, dass vor allem außerbayerische Kunden
den Veranstaltungen der Vorrang geben, bei denen ein
entsprechend breites Angebot wartet, wäre eine stärkere
Marktbeschickung wünschenswert, um dem Standort Traunstein
auch künftig attraktiv zu halten.
Auch für die oberbayerischen Haflingerzüchter bietet der
Traunsteiner Fohlenmarkt eine zusätzliche Vermarktungsmöglichkeit.
Neben der Vermarktungsschiene auf Süddeutscher Ebene und
der etwas später terminierten Auktion in Miesbach wird
diese von den Züchtern der traditionell starken
Chiemgauregion immer noch gerne genutzt - und über mangelndes Publikumsinteresse kann man sich in
Traunstein auch in diesem Jahr nicht beklagen, die
Chiemgauhalle war bis auf den letzten Platz besetzt.
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Markt profitiert von privaten Käufern
Seit der Abschaffung des Leonhardimarktes bildet die zweite
Fohlenauktion in der Miesbacher Oberlandhalle die letzte
Vermarktungsoption des Jahres. Die terminliche Anbindung des
ursprünglichen Haflingerfohlenmarktes an die Fohlenauktion
in Ebbs/Tirol nutzten auch einige außerbayerische
Interessenten und statteten dem Miesbacher Markt einen
Besuch ab. Da die Spitzenpreise der diesjährigen
Haflingerfohlenauktionen in München-Riem ausgerufen wurden,
war man mit dem Preisniveau zufrieden. Insgesamt waren
erfreulich viele private Käufer am 25. September in
Miesbach zu verzeichnen, bei den Haflingern erzielten
insbesondere die mit dem Prädikat „Rosettenfohlen“
ausgezeichneten Auktioniken gute Preise. Bei € 1.500,--
fiel der Hammer für ein von Hans Bramboeck in Hausham
gezogenes Stutfohlen, die typvolle Tochter des Hengstes
Amaro-G wechselt in den Besitz der Herzoglichen
Hauptverwaltung in Kreuth. Ein Stutfohlen von Weritas, aus
der Zucht von Georg Antretter, Großholzhausen, wurde für
€ 1.000,-- an
Franz Bernöcker, Hausham, zugeschlagen. Teuerstes Hengstfohlen
war hier mit € 960,-- ein Noventis-Nachkomme aus dem Züchterstall
von Lorenz Goldhofer, Waltersberg (Käufer: Georg Mühlbauer,
Pfaffenhofen). € 940,-- erzielte ein Hengstfohlen von
Wildbach/Santano (Z: Lothar und Christine Weiss, Bad
Reichenhall), dieses ging an Johanna Gasser aus Siegsdorf.
Bei den Fohlen der Rasse Süddeutsches Kaltblut war ein
Rappstutfohlen von Simmerl (Z: Lorenz Eham, Miesbach)
besonders begehrt, dieses wurde für € 1.250,-- an Vitus
Gasteiger, Irschenberg, zugeschlagen. Die Preisspitze bei
den Hengsten stellte der Hengst Vulkan. Josef Glonecker,
Feichten, sicherte sich das von Georg Müller, Großhartpenning,
gezogene Fohlen für die Hengstaufzucht.
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