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 Gegen den Trend – Die Riemer Fohlenauktion 2009


Rohdiamant von Swarovski erzielt neuen Spitzenpreis

Höhepunkt der diesjährigen Riemer Fohlenauktion stellte zweifellos das Bieterduell um Sergio Rossi dar. Der lackschwarze Swarovski-Sohn hatte bereits im Vorfeld viel Aufmerksamkeit erregt - und auch im Auktionsring setzte er sich entsprechend in Szene. Die Gebote schnellten geradezu in die Höhe und am Ende konnte sich die Limbecker GmbH und Co. KG über den Zuschlag freuen - das letzte Gebot lag bei € 23.000,-- .

Zweitteuerstes Fohlen der diesjährigen Auktion war ebenfalls eine Dressurofferte: Franz-Josef, Sohn des Leistungsprüfungssiegers Fiorano aus der Zucht von Kersten Feistner, Freising, wechselte für € 8.100,-- in den Besitz einer oberbayerischen Sportreiterin. Gefragtestes Stutfohlen der Kollektion war Gucci – eine Tochter des Don Diamond, Siegerhengst der Süddeutschen Hengsttage 2007 und im vergangenen Jahr Vize-Bundeschampion: Die aus der Zucht von Anton Glöckler, Hawangen, stammende, und von Dieter Stippl, Karlsfeld, präsentierte braune Stute erzielte € 7.550,-- , auch sie bleibt im oberbayerischen Raum. Ebenfalls top bei den Stuten war Fashion von Rivero II/Coriolan aus dem Zuchtstall von Johann und Alois Sailer, Tittmoning, diese ging für  € 6.800,-- an eine Käuferin in der Oberpfalz.

Der Standort München-Riem hat sich in der regionalen Fohlenvermarktung in den letzten Jahren mehr und mehr etabliert, die diesjährige Auktion hat nicht nur innerhalb Bayerns Beachtung gefunden. Franz Galneder, 2. Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Oberbayern e.V. konnte am 19. September Kaufinteressenten aus dem gesamten Bundesgebiet in der Neuen Reithalle in München-Riem begrüßen. Er zeigt sich mit dem Ergebnis der Fohlenauktion mehr als zufrieden, trotz allgemein flauer Konjunktur brachte die Versteigerung bei einen Gesamtumsatz von knapp 175.000,--  einen Durchschnittspreis von € 4.478,-- und stellt damit das beste Ergebnis bayernweit. Für die im Auktionslot zahlenmäßig etwas stärker vertretenen Hengstfohlen legten die Käufer im Schnitt € 4.619,-- an, für ein Stutfohlen wurden im Mittel € 4.313,-- bezahlt. Besonders erfreulich ist, dass neben einigen langjährigen Kunden und Hengststationen wie dem Birkhof und dem Gestüt Sprehe, die dem Nachwuchs aus dem oberbayerischen Zuchtgebiet seit Jahren die Treue halten, heuer besonders viele neue Käufer zu verzeichnen waren. Ein breit gefächertes Angebot an attraktiven Abstammungen – national bekannte Vatertiere und leistungserprobte Mutterstuten - hat in diesem Jahr vor allem Sportreiter animiert, sich ihren Nachwuchs in Riem zu sichern.