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 Prämierung am 24. Oktober 2009

Die besten Stuten aus dem Chiemgau  

Traunstein war 2009 Ausrichtungsort der traditionellen Stutenschau im Chiemgau. Alle vier Jahre sind die Züchter aus drei Genossenschaften – Traunstein, Berchtesgadener Land und Prien – aufgerufen, ihre Stuten zu präsentieren. Und auch in diesem Jahr erfuhr die Veranstaltung regen Zulauf: Insgesamt 63 Stuten stellten sich am 24. Oktober der Konkurrenz. 

Besonders erfreulich waren die Teilnehmerzahlen bei den zweijährigen Stuten. Hier spiegelt sich das große Interesse der Züchter wider, die jungen Stuten schon jetzt einmal fern des vertrauten Heimatstalles zu präsentieren - eine ideale Generalprobe im Hinblick auf die im kommenden Frühjahr anstehende Stutbuchaufnahme: Für die jungen Stuten herrschten in Traunstein beste Bedingungen, ein schöner Platz, gute Bodenverhältnisse und entsprechender Publikumszuspruch. Verkehrsgünstig gelegen am Stadtrand von Traunstein lockte die Veranstaltung nicht nur Rosserer an, auch einige „Zuagroaste“ zeigten reges Interesse an der Vorstellung. Die Wertung erfolgte auf zwei Ringen, das Richteramt hatten die Genossenschaftsvorstände Josef Erhart, Miesbach, und Karl Holl, Peissenberg, Josef Mayr, Schöffau, Vorsitzender des Hengsthalterverbandes sowie Florian Schelle, Deisenhofen, 1. Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Oberbayern e.V. übernommen. Für Ansage und Schaukritik hatte Herbert Bischof, 1. Vorsitzender der Traunsteiner Kaltblutzüchter, Zuchtleiter Dr. Hartwig Tewes gewinnen können.
Nach anfänglich etwas trüber Witterung, machte der Hochnebel mittags der Sonne Platz, so dass die Veranstaltung in prächtigen Herbstfarben ausklingen konnte: Dr. Hartwig Tewes lobte angesichts des wunderschönen Bildes, das die 15 Endringteilnehmerinnen boten, die insgesamt sehr gute Qualität der gezeigten Stuten.

Vorführer „par Excellence"

Umso schwieriger war es für die Richter, aus dem starken Endring die Tagessiegerinnen herauszupicken. Bei der zweiten Reservesiegerin fiel die Wahl schließlich auf Nara, Staatsprämienanwärterin von Schamane-Nussdorf aus der Riege der Vierjährigen, eine großrahmige, sehr bewegungsstarke braune Stute, mustergültig vorgestellt durch Züchter und Besitzer Christian Linortner, Garching/Alz.


Karl „der Große“ weiter auf Siegeszug

„So stellt man sich eine zukünftige Hengstmutter vor“ kommentierte Zuchtleiter Dr. Hartwig Tewes die erste Reservesiegerin. Hydra N, eine bereits hoch dekorierte Schwarz-Weiss-Tochter aus dem Züchterstall von Karl Neumayr, Riedering, verkörpert das Idealbild einer Zuchtstute: großrahmig, bewegungsstark und mit einer traumhaften Farbe ausgestattet. Geschlagen geben musste sie sich an diesem Tag nur ihrer gleichaltrigen Stallschwester Belluna N: Die amtierende Bundessiegerin Süddeutsches Kaltblut brillierte auch hier durch ein perfektes Seitenbild und lockere, raumgreifende Bewegungen und sicherte sich nach der Landesschau 2006 (Siegerstute), der Verbandsstutenschau im gleichen Jahr (1. Reservesiegerin) und der 2009 im Rahmen der Grünen Woche ausgetragenen Bundesschau eine weitere Schärpe. Die Gratulationen für dieses Ausnahmepferd gehen auch hier an Karl Neumayr, Riedering.

Chiemgauer Hengste
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Präsentation der im Chiemgau stationierten Vatertiere: Über die bereits zuchterprobten Hengste Schamane von Schari (Linortner, Garching/Alz), Juann von Jodler (Wörndl, Bernau), Rupertiwinkel (Reitschuh, Teisendorf) und Vanstein (Ober, Alterfing) bis hin zum Younster in der Hengstriege, der ebenfalls auf der Station Ober in Alterfing stationierte Silvester von Schiwago, Siegerhengst der Körung 2009, wurden die aktuell den Stutenbesitzern zur Wahl stehenden Deckhengste der Region gezeigt.